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Der Serpentinen-Pavillon soll "Teil der umgebenden Landschaft" sein, sagt Junya Ishigami

In diesem exklusiven Dezeen-Video erklärt der japanische Architekt Junya Ishigami, wie er dieses Jahr entworfen hat Der Serpentinenpavillon wurde so gebaut, dass er einem "Steinhügel" ähnelt.

Ishigamis Pavillon wurde gestern in der Serpentine Gallery in London enthüllt, nachdem die Geschäftsführerin der Galerie, Yana Peel, wegen ihrer Verbindung zu einer israelischen Cybertech-Firma zurückgetreten war.

Der Pavillon ist eine 350 Quadratmeter große "höhlenartige Zuflucht", die von einem schieferbedeckten Baldachin bedeckt ist, der aus dem Boden des umliegenden Parks zu wachsen scheint.

Image Der diesjährige Serpentine Pavilion wurde von der japanischen Architektin Junya Ishigami entworfen

Das Design ist beeinflusst von Ishigamis "Freiraum" -Philosophie, mit der Strukturen geschaffen werden sollen, die natürliche Formen imitieren, ein gemeinsames Thema in der Arbeit seines Architekturstudios Junya Ishigami + Associates.

"Ich wusste, dass sich das Serpentine-Gelände mitten in einem Park befindet, deshalb wollte ich die Architektur zu einem Teil der Landschaft machen, anstatt sie zu einem eigenständigen Gebäude zu machen", sagte Ishigami zu Dezeen.

"Der fertige Pavillon sieht aus wie ein Steinhügel."

Image Der Pavillon wurde so konzipiert, dass er sich in die umliegende Landschaft einfügt

Der dreieckige Baldachin, der von 106 Säulen getragen wird, besteht aus einem Stahlgitter und ist mit 61 Tonnen Cumbrian-Schieferplatten bedeckt. Die Ecken der Überdachung erstrecken sich nach unten und treffen auf die Betonoberfläche darunter, um die Struktur in die Landschaft einzufügen.

Der Innenraum ist mit schlichten Metalltischen und -hockern ausgestattet, die von Ishigami als Seerosenblätter gestaltet wurden und den ganzen Sommer über ein Veranstaltungsprogramm bieten.

Image Ishigami verwendete 61 Tonnen Cumbrian-Schieferziegel, um das Dach des Pavillons zu bedecken

Ishigami wurde von alten Bautechniken für die Gestaltung des Baldachins beeinflusst.

"Ich fing an, alte Gebäude mit alten Architekturtechniken zu untersuchen. Ich glaube, dass diese alten Gebäude auf der ganzen Welt einige Ähnlichkeiten aufweisen", erklärte er. "Zum Beispiel kann man Steindächer in Japan, China und Europa sehen, also habe ich mich auf diese alten Techniken konzentriert, die diese Universalität haben."

"Ich habe mich für die Herstellung dieses Gebäudes aus Stein entschieden, und als ich über den Kontext der Serpentine-Stätte nachdachte, entschied ich mich für Schiefer", erklärte Ishigami. "Auch weil es ein leicht erhältliches britisches Material ist."

Der Architekt entschied sich für unregelmäßig geformte Schieferfliesen, die auf dem Stahlgitter des Baldachins so angeordnet sind, dass der Regen blockiert und ein natürliches Terrain imitiert wird.

"Als ich darüber nachdachte, Architektur als Landschaft zu schaffen, verwendete ich statt standardisierter Materialeinheiten zufällige Formen, die zufällig angeordnet waren, um etwas weniger Künstliches und Organischeres zu schaffen", erklärte Ishigami.

Der Architekt wurde von alten Bautechniken beeinflusst

Ishigami hofft, dass der Pavillon die Phantasie der Besucher anregen wird, seine Form anders zu interpretieren, während der Pavillon mit Blick auf die umgebende Landschaft entworfen wurde.

"Ich wollte diese Bilder erweitern, um andere Verbindungen in der Vorstellung der Menschen herzustellen", sagte er.

"In einem bestimmten Moment könnte es als ein schwarzer Vogel gegen den Himmel wahrgenommen werden. Das Dach des Pavillons wird zu einem Paar Flügel mit Schieferfedern."

Image Der Serpentine Pavilion ist ein von der Serpentine Gallery in Auftrag gegebener jährlicher Pavillon

Der Serpentine Pavilion ist ein jährlicher Architekturpavillon, der in der Serpentine Gallery installiert wird. Jedes Jahr beauftragt er einen Architekten mit dem einzigen Kriterium, dass er noch kein Projekt in Großbritannien abgeschlossen hat.

Vorherige Iterationen des Pavillons wurden von Architekten wie Zaha Hadid, Peter Zumthor, Bjarke Ingels und Herzog de Meuron entworfen. Der Pavillon des vergangenen Jahres wurde von der mexikanischen Architektin Frida Escobedo entworfen, die einen Innenhof mit Gitterwänden aus Betonziegeln gestaltete.

Image Ishigami gestaltete den diesjährigen Pavillon. Foto ist von Dezeen