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Der Wolkenkratzer Tour Triangle von Herzog & de Meuron wird in Paris gebaut

Der Wolkenkratzer Tour Triangle von Herzog & de Meuron wird in Paris gebaut
Anonim
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Das Tour-Dreieck von Herzog & de Meuron soll in Paris gebaut werden, nachdem die letzte rechtliche Hürde genommen wurde

Das von Herzog & de Meuron entworfene Tour Triangle soll nach einem langen Gerichtsstreit der höchste Wolkenkratzer werden, der seit 1973 im Zentrum von Paris gebaut wurde.

Das Pariser Verwaltungsgericht bestätigte eine Baugenehmigung, die im April 2015 erteilt wurde, und lehnte zwei gegen das Gebäude eingelegte Rechtsmittel ab. Das Gericht befand, dass die 2015 erteilte Baugenehmigung nicht rechtswidrig war.

Die jüngste Entscheidung soll den Baubeginn für den 180 Meter hohen Turm ermöglichen, der seit 2014 in juristische Auseinandersetzungen verwickelt ist.

"Der Bürgermeister von Paris hat keinen offensichtlichen Beurteilungsfehler begangen, als er davon ausgegangen ist, dass das Projekt wahrscheinlich nicht den Charakter oder das Interesse benachbarter Orte und monumentale Perspektiven beeinträchtigt", sagte das Gericht, wie von Le Parisien berichtet.

Image Das Tourendreieck ist der erste Wolkenkratzer in Paris seit 1973

Entwickler Unibail-Rodamco beabsichtigt, den Bau des Turms im Jahr 2020 zu beginnen, mit dem Ziel, ihn rechtzeitig vor den Olympischen Spielen im Jahr 2024 fertig zu stellen.

Es handelt sich um eine Sammlung von Türmen über 100 Meter, die in Paris außerhalb des Geschäftsviertels La Defense errichtet werden sollen, da die Planungsregeln in der Stadt kürzlich gelockert wurden.

Die Abneigung gegen die berüchtigte Tour Montparnasse, die 1973 abgeschlossen wurde, führte zwei Jahre nach ihrer Fertigstellung zu einem Verbot von Gebäuden mit mehr als sieben Stockwerken in der Stadt.

Image Der Wolkenkratzer hat eine markante Dreiecksform

Herzog & de Meuron enthüllten erstmals Entwürfe für den dreieckigen Wolkenkratzer im Jahr 2008, wobei die Fertigstellung des Gebäudes zunächst für 2014 geplant war.

Das Gebäude, das neben dem Platz Porte de Versailles im Parc des Expositions errichtet werden soll, sieht aufgrund seiner einzigartigen Form und seiner trapezförmigen Grundfläche je nach Blickwinkel sehr unterschiedlich aus. Von der Pariser Innenstadt aus betrachtet erscheint das Gebäude als dünner Turm, von Osten und Westen ist jedoch die volle Dreiecksform zu erkennen.

Der 180 Meter hohe Turm wird neben dem Platz Porte de Versailles errichtet

Der 42-stöckige Turm war seit seiner Entstehung zahlreichen Verzögerungen ausgesetzt. Die Pariser Stadträte lehnten den Plan im Jahr 2014 zunächst mit 83 zu 78 Stimmen ab. Diese Abstimmung wurde jedoch vom Bürgermeister als illegal eingestuft.

Eine zweite Abstimmung über das Gebäude fand 2015 mit 87 zu 74 Stimmen statt. Eine Baugenehmigung wurde dann ausgestellt, aber im April 2017 nach einer rechtlichen Anfechtung widerrufen.

Das Verwaltungsgericht hat diese Entscheidung nun aufgehoben und die letzte Hürde für den Projektfortschritt offenbar genommen.

Image Der Bauherr strebt an, die Gebäude rechtzeitig vor den Olympischen Spielen im Jahr 2024 fertig zu stellen

Das dreieckige Gebäude wird ein Hotel mit 120 Zimmern und Büroflächen für 5.000 Personen sowie ein Gesundheitszentrum und eine Kindertagesstätte enthalten.

Nach dem Bau ist es das dritthöchste Gebäude innerhalb der Stadtgrenzen, nur der Tour Montparnasse und der Eiffelturm ragen höher. Die 231 Meter hohe Tour First im Geschäftsviertel La Defense, die 2011 renoviert und nach oben erweitert wurde, wird ebenfalls höher sein. Die im Bau befindlichen Duo-Türme von Jean Nouvel werden ebenfalls 180 Meter hoch sein.

Tour Montparnasse wird überarbeitet, um die Nachhaltigkeit der Stadt zu verbessern, bevor die Olympischen Spiele 2024 in der Stadt stattfinden. Das Projekt wird von Nouvelle AOM, einem Team aus drei in Paris ansässigen Unternehmen, abgeschlossen: Franklin Azzi Architecture, Chartier Dalix und Hardel + Le Bihan Architekten.

Herzog & de Meuron wurde 1978 von Jacques Herzog und Pierre de Meuron gegründet. Das Schweizer Studio, das 2001 den Pritzker - Preis gewann, hat zahlreiche Projekte auf der ganzen Welt abgeschlossen, darunter das Birds Nest Stadium in Peking für die Olympischen Spiele 2008 und das Tate Modern in London.

Derzeit arbeitet das Studio am Museum des 20. Jahrhunderts in Berlin, an zwei "horizontalen Wolkenkratzern" in Moskau und an einem Bergrestaurant in den Schweizer Alpen.