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Yo Shimada debütiert am Couchtisch aus einfachen Baumarktmaterialien

Yo Shimada debütiert am Couchtisch aus einfachen Baumarktmaterialien
Anonim

Yo Shimada debütiert am Couchtisch aus einfachen Baumarktmaterialien

Der japanische Architekt Yo Shimada von Tato Architects hat einen Tisch entworfen, der von den Verbrauchern zu Hause mit Standardmaterialien hergestellt werden soll, die in einem Baumarkt gekauft wurden.

Der kleine mehrschichtige Couchtisch mit dem Namen Utsuri wurde vom deutschen Baumarkt Hornbach in Auftrag gegeben.

Der Tisch ist nicht fertig montiert erhältlich. Stattdessen muss der Kunde es anhand einer Anleitung selbst herstellen, die in einem von Hornbach vertriebenen Buch veröffentlicht ist.

Alle zum Aufbau des Tisches erforderlichen Materialien sind im Laden erhältlich und sollten nicht mehr als 150 Euro kosten. Die einfachen Materialien sind auch in anderen Baumärkten erhältlich.

Der Utsuri-Tisch ist ein multifunktionales Design, das Shimada als Aufbewahrungslösung für kleine Wohnräume entworfen hat. Die drei weiß lackierten Birkensperrholzplatten des Tisches sind auf Dübelfüßen montiert und auf verschiedenen Ebenen angeordnet. Sie haben die Form mehrerer übereinander angeordneter Quadrate.

Das Ergebnis ist ein Cluster von drei Verbindungstischen, die um ihre gemeinsamen Beine gedreht werden können, um verschiedene Konfigurationen zu erstellen.

Die Tischplatten sind außerdem mit neonsprühlackierten Unterseiten versehen, die auf der weißen Tischoberfläche darunter einen warmen Farbschimmer erzeugen - die Intensität des Schimmers variiert je nach Tageszeit.

Shimada sagte, dass das Konzept vom japanischen Chabudai-Tisch inspiriert ist - einem traditionellen, tief liegenden Tisch mit vier zusammenklappbaren Beinen, der in der Mitte eines Tatami-Raums aufgestellt ist.

"Japans begrenzter Wohnraum erfordert die multifunktionale Nutzung des Tatami-Raums", erklärte Shimada.

"Tagsüber wird der Tisch gedeckt und nachts nehmen Futons zum Schlafen ihren Platz ein. Je nach Bedarf des Insassen verwandelt der Chabudai den neutralen Raum in einen Ess -, Tee - oder Arbeitsraum - der Tisch bestimmt die Funktion des Zimmer."

Ebenso kann Shimadas Utsuri-Tisch in Form und Breite je nach Kontext und Anlass angepasst werden.

Der Designer erklärte auch, dass die neonbesprühten Unterseiten der Tischplatten von der Art und Weise inspiriert waren, wie sich die Leuchtreklamen in der japanischen Stadt Kobe auf nassen Straßen widerspiegeln.

Hornbachs Buch, das auch Shimadas Designprozess in Japan und Deutschland dokumentiert, wurde Ende letzter Woche in Deutschland herausgebracht. Das Buch soll in der Schweiz, in Schweden, in der Tschechischen Republik und in der Slowakei erscheinen.

Der Utsuri-Tisch ist Hornbachs zweite DIY-Designedition in Zusammenarbeit mit einem Architekten. Der erste war ein DIY-Loungesessel des in Berlin ansässigen dänischen Architekten und Möbeldesigners Sigurd Larsen, der Anfang 2018 debütierte und ebenfalls nur Grundmaterialien aus dem Laden verwendete.

Letztes Jahr schuf Shimada ein Haus in Osaka, das als eines der zehn besten Häuser des Jahres von Dezeen für 2018 ausgewählt wurde.

Das Interieur des von seiner Firma Tato Architects entworfenen Hauses wurde als einzelner Raum mit eckigen Plattformen gestaltet, die mehrere Funktionen erfüllen und durch eine spiralförmige Abfolge von Holzstufen verbunden sind.