Design

Jongha Choi entwirft faltbare Möbel auf der Grundlage von perspektivischen 2D-Zeichnungen

Jongha Choi entwirft faltbare Möbel auf der Grundlage von perspektivischen 2D-Zeichnungen
Anonim

Jongha Choi entwirft De-Dimension-Faltmöbel auf der Grundlage von perspektivischen 2D-Zeichnungen

Die südkoreanische Designerin Jongha Choi hat eine Sammlung platzsparender, zusammenklappbarer Möbel entworfen, die sich von flachen, "zweidimensionalen" Formen in funktionale, dreidimensionale Objekte verwandeln lassen.

Die Kollektion De-dimension besteht aus einem Hocker und einem Tisch aus Aluminium. Jedes Objekt kann zu einer flachen, scheinbar zweidimensionalen Form zusammengefaltet und einfach verstaut oder wie ein Bild an die Wand gehängt werden.

Während die Möbel platzsparend und für immer beliebter werdende Kleinsthäuser geeignet sind, konzentrierte sich Choi bei der Gestaltung der De-Dimension-Kollektion auf die Illusion einer Perspektive.

Dem Designer zufolge wollte er die Erfahrung eines zweidimensionalen Bildes in einem dreidimensionalen Raum erzeugen und wollte die Perspektivideen in Frage stellen, indem er die Grenzen zwischen diesen Dimensionen verwischte.

Der Prozess des Faltens und Entfaltens der Teile bietet eine wörtliche und physische Darstellung der Umwandlung eines zweidimensionalen Bildes wie einer anfänglichen Entwurfsskizze in ein endgültiges dreidimensionales Produkt.

"Ich habe dreidimensionale Formen bereits in verschiedenen zweidimensionalen Medien wie Gemälden, Fotos oder Videos erlebt, aber ich habe nicht gesehen, dass dies umgekehrt passiert", sagte Choi zu Dezeen.

"Es ist teilweise durch die virtuelle Realität möglich, aber in diesem Projekt wollte ich, dass die Erfahrung im realen Raum intuitiv und physisch stattfindet", fügte er hinzu.

Die Arbeit des Designers wirft die Frage auf, warum wir in unserer heutigen Welt die Beschränkung eines Bildes auf eine flache Oberfläche nicht in Frage stellen. De-Dimension ist daher Chois Weg, ein stereoskopischeres Erlebnis des flachen Bildes zu erzielen.

Er begann, einen Mechanismus zu entwickeln, der es ihm ermöglichte, die Möbel in isometrische Formen zu zerlegen, beginnend mit einfachen Zeichnungen von Möbeln auf Papier, die dann ausgeschnitten und in Papiermodelle umgewandelt wurden.

Diese Papiermodelle wurden in Plastikmodelle und dann in Aluminiumprodukte umgewandelt, wobei jedes Objekt flach gefaltet wie eine perspektivische Zeichnung aussah und die Illusion erweckte, es sei zweidimensional.

"Die Geschichte des Bildes hat sich immer an der Geschichte der Menschheit ausgerichtet und wurde in verschiedenen Formen verstanden und dargestellt", sagte der Designer.

"Heutzutage entwickelt es sich dank der wissenschaftlichen Technologie - von der Fotografie über den Film bis hin zur virtuellen Realität. Selbst das Aufkommen dreidimensionaler Druckfähigkeiten erschüttert unsere grundlegende Vorstellung vom Bild."

"Im Gegensatz zur Vergangenheit sehen wir das Bild nicht nur als Mittel zur Reproduktion von Objekten, sondern auch als eine wesentliche Identität für das Bild selbst", fuhr er fort.

"Mit anderen Worten, obwohl das Bild immer noch seine visuelle Wirkung auf einer flachen Ebene zeigt, ist es nicht nur ein Ausdruck der Repräsentation, sondern es schafft eine Erfahrung."

Ursprünglich im Jahr 2016 auf den Markt gebracht, wurden die Möbel im Oktober letzten Jahres auf der Ausstellung Collectible Design von The Artling and Pun Projects in Hongkong ausgestellt.

Da Mikrohäuser in immer kompakteren Städten immer beliebter werden, nehmen platzsparende Lösungen wie die Möbel von Choi zu. Zum Beispiel entwarf der ÉCAL-Absolvent Yesul Jang ein Bett mit Speicherkapazität für Millennials mit begrenztem Platz in städtischen Wohnungen.