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Der weltweit erste kommerzielle Quantencomputer von IBM heißt Q System One

Der weltweit erste kommerzielle Quantencomputer von IBM heißt Q System One
Anonim

Map, Universal Design Studio und IBM arbeiten am weltweit ersten kommerziellen Quantencomputer zusammen

Map Project Office und Universal Design Studio haben gemeinsam mit IBM das Q System One entwickelt, den weltweit ersten Quantencomputer für den geschäftlichen Einsatz.

Der Computergigant hat in Zusammenarbeit mit den britischen Designstudios eine integrierte Form für das Quantencomputersystem gefunden, das anders berechnet als herkömmliche Computer und nicht auf Binärziffern (Bits) mit bestimmten Zuständen angewiesen ist.

Replik eines auf der CES ausgestellten Quantencomputers

Das Ergebnis ist das zwei Meter hohe IBM Q System One aus Glas, das derzeit auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas ausgestellt ist.

Map und Universal Design Studio teilten Dezeen mit, dass der Computer einen Meilenstein auf dem aufkommenden Gebiet des Quantencomputers darstellt.

"Historisch gesehen sind die Komponenten eines Quantencomputers in einem Labor verteilt und voneinander isoliert, um unnötige Interferenzen zu vermeiden", sagten die Projektleiter Will Howe von Map und Jason Holley von Universal Design Studio.

"IBM Q System One ist so konzipiert, dass es viel kleiner ist und sich neben anderen Systemen in einem dedizierten Rechenzentrum befindet. Durch seine Skalierbarkeit und Praktikabilität trägt IBM System Q dazu bei, das Quantencomputing zu demokratisieren, was ein wichtiger Schritt ist vorwärts in der Kommerzialisierung der Technologie. "

Aufrechterhaltung der Qualität von Quibits informiert Design

Es ist notwendig, Komponenten im Quantencomputer zu isolieren, da die grundlegenden Informationseinheiten, Qubits, leistungsstark, aber äußerst empfindlich sind.

Laut IBM ist die kontinuierliche Aufrechterhaltung der Qualität von Qubits der derzeit herausforderndste Aspekt des Quantencomputers. Umgebungsgeräusche oder Vibrationen von Maschinen, Temperaturschwankungen und elektromagnetische Wellen führen dazu, dass Qubits ihre speziellen Quanteneigenschaften verlieren.

Diese Herausforderungen führten zum unverwechselbaren Design des IBM Q System One. Seine 30 cm dicken Wände aus Borosilikatglas bilden eine luftdichte Umschließung, deren Innenumgebung unabhängig vom Außenraum ist.

Darin ist das System in eine Reihe von Strukturen unterteilt, die unterschiedlich, aber miteinander verwoben sind, einschließlich des herausragenden zylindrischen Kryostaten, der in der Mitte des Gehäuses hängt.

Die Form und Materialwahl dieses Kryostaten - Edelstahl - soll Kälte und fortschrittliche Technik vermitteln. Im Inneren wird der Quantenchip auf einer konstanten Temperatur von -273 Grad Celsius gehalten, eine Temperatur, die kälter ist als der Weltraum.

"Diese hochentwickelten Instrumente wurden so konzipiert, dass sie sich in unmittelbarer Nähe befinden, aber völlig isoliert voneinander und frei von Umgebungsgeräuschen wie Temperaturschwankungen, Vibrationen und elektromagnetischen Wellen", so Howe und Holley gegenüber Dezeen.

"Die Sprache der Quanten wird daher durch den einzigartigen visuellen Dialog zwischen Kryostat und Vitrine vermittelt."

Derzeit über die Cloud auf den Computer zugegriffen

Das IBM Q System One kann geöffnet werden, um Wartung und Upgrades zu ermöglichen. Dabei wird eine motorbetriebene Rotation um zwei verschobene Achsen verwendet.

Der Computer ist für den Einsatz in Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen vorgesehen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass er an Büros oder Universitäten versendet wird. Derzeit ist der Zugriff auf diese Computer nur über die Cloud über die IBM Q Experience-Plattform möglich.

Laut IBM zählen CERN, ExxonMobil, Fermilab, das Argonne National Laboratory und das Lawrence Berkeley National Laboratory zu den über 100.000 Kunden, die sich bereits angemeldet haben.

Die Feinfühligkeit der Geräte ist auch der Grund, warum auf der Technologiemesse CES, die vom 8. bis 11. Januar stattfindet, nur eine Nachbildung zu sehen ist.

Map ist ein Studio für Industriedesign und Universal Design Studio ist ein Büro für Architektur und Innenausstattung. Die in London ansässigen Schwesterstudios wurden beide von den Designern Edward Barber und Jay Osgerby gegründet, die im vergangenen Jahr die Mehrheit an die Digitalagentur AKQA verkauften.

Map entwirft häufig Produkte im Technologiebereich, einschließlich des farbenfrohen AI-Chips von Graphcore, des mit Beeline verbundenen Fahrradkompasses und des ersten Computer-Kits von Kano.