Die Architektur

Casa CCFF von Leopold Banchini in der Schweiz fertiggestellt

Casa CCFF von Leopold Banchini in der Schweiz fertiggestellt
Anonim

Das Casa CCFF von Leopold Banchini bietet eine Alternative zu den typischen Betonhäusern der Schweiz

Leopold Banchini Architects hat in Lancy, Schweiz, ein Haus gebaut, das als "Hausfabrik" bezeichnet wird.

Das leichte Casa CCFF wurde auf Stelzen über einem unberührten Gebiet an der Schiene errichtet und soll "eine Alternative zum Archetyp der Schweizer Betonhäuser darstellen, die oft auf schweren Fundamenten stehen".

Zu den Merkmalen gehören ein Sägezahndach und eine Holzverkleidung, die von den Formen der nahe gelegenen Industriehallen inspiriert ist.

Ein komplett verglastes Erdgeschoss bietet Platz für "Leben im Freien" und Parkplätze. Das überhängende Obergeschoss bietet zusätzlichen Schutz.

Eine kleine Wendeltreppe führt zu den Schlafzimmern und der Küche im ersten Stock.

Gitterbodenteile erhöhen die visuelle Verbindung zwischen diesen beiden Ebenen, während eine große runde Öffnung die ungepflegte Landschaft und die industrielle Umgebung einfasst.

"Casa CCFF ist eine inländische Fabrik, die über einem unberührten Garten schwebt", sagte Leopold Banchini Architects. "Das große offene Volumen imitiert die umgebenden Industriehallen-Dächer und ist mit Sonnenlicht gefüllt."

Der Grundriss des Hauses ist als vier mal vier Module angeordnet. Einige davon, wie das Badezimmer, sind beigefügt. Zwei von ihnen sind "Innengärten", die die Unterscheidung zwischen Innen und Außen verwischen sollen.

Das Sägezahndach artikuliert den schlichten Innenraum aus weiß gebeiztem Holz, der bis auf eine Küchentheke weitgehend offen ist, und die durch die Gartenmodule geschichtete Transparenz.

Die Struktur wurde so umweltfreundlich wie möglich gestaltet und besteht hauptsächlich aus Holz. Isolierte Wandelemente wurden vorgefertigt, um den Abfall zu minimieren.

Das Designteam arbeitete mit Ingenieur Marc Walgenwitz zusammen, um den Bedarf an Beton in Bereichen wie den Fundamenten zu reduzieren. Die gesamte Struktur wurde in wenigen Tagen von lokalen Tischlern zusammengebaut.

"Das Haus ist fast ausschließlich aus Holz gebaut, wodurch die strukturellen Kapazitäten dieses natürlichen Materials an ihre Grenzen stoßen und der Einsatz von Beton auf ein Minimum reduziert wird", sagte das Team.

Die großen Öffnungen und Oberlichter entlang der Dachlinie tragen zur Maximierung der Sonneneinstrahlung bei. Eine kleine Wärmepumpe versorgt das Haus mit Energie.

Leopold Banchini arbeitete kürzlich auch an einer permanenten Installation im Centre Pompidou in Paris, die eine Reihe von Räumen unter dem Boden umfasst.

Banchini arbeitet auch mit Daniel Zamarbibe als Bureau A zusammen, das mehrere spielerische und experimentelle Projekte wie ein verstecktes Boulderheim in den Alpen, einen aufblasbaren PVC-Nachtclub und eine Nachbildung von Stonehenge aus Schiffscontainern realisiert hat.