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Mit dem von Studenten entworfenen Air Chair können behinderte Passagiere einen Stuhl für die gesamte Reise nutzen

Mit dem von Studenten entworfenen Air Chair können behinderte Passagiere einen Stuhl für die gesamte Reise nutzen
Anonim

Mit dem von Studenten entworfenen Air Chair können behinderte Passagiere einen Stuhl für die gesamte Reise nutzen

Zwei Studenten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten haben einen neuen Rollstuhltyp für Flugreisen vorgeschlagen, der es behinderten Passagieren erspart, von einem Sitz auf einen anderen zu wechseln.

Amer Siddiqui und Ali Asgar Salim wurden beim James Dyson Award 2018 für den Air Chair, der über die Standard-Flugzeugsitze gleitet und für die Dauer des Fluges in Position bleibt, als Zweitplatzierte ausgezeichnet.

Der Preis würdigt das beste studentische Design aus der ganzen Welt und wird vom britischen Erfinder bewertet.

Die Benutzung des Air Chair würde es behinderten Passagieren ermöglichen, während ihrer gesamten Reise vom Abfluggate bis zur Ankunftshalle auf einem einzigen Sitz zu bleiben. Normalerweise wechseln Passagiere, die einen Rollstuhl benötigen, an Bord des Flugzeugs zu einem festen Sitzplatz.

"Die derzeitige Lage der Flugreisenden mit Rollstuhl ist äußerst bedauerlich", sagten die beiden Studenten der American University of Sharjah. "Die gegenwärtigen Lösungen sind äußerst einschränkend und demütigend. Sie bieten nur eingeschränkte Mobilität und Zugänglichkeit."

Um einen Stuhl zu schaffen, der wie ein Handschuh über einen vorhandenen Sitz rutschen kann, haben Siddiqui und Salim ihrem Design eine ausgehöhlte "C" -Form gegeben, mit kleinen, kugelförmigen Hinterrädern, die unter einen normalen Flugzeugsitz passen.

Ein Verriegelungsmechanismus sichert den Air Chair an seinem Platz, sodass der Passagier auf den bereitgestellten Sicherheitsgurt zugreifen und bei Bedarf die Rettungsweste erreichen kann.

Das Design ist auch schmal genug, um durch die Gänge zu fahren - ein weiterer Unterschied zu Standardrollstühlen. Es ist faltbar und elektrisch.

Der James Dyson Award bezeichnete den Air Chair als "mutigen Versuch", das Flugerlebnis für behinderte Passagiere zu verbessern.

Während sich das Design noch in der Konzeptionsphase befindet, erhalten Siddiqui und Salim nun ein Preisgeld von 7.000 GBP, das für das Prototyping vergeben wird. Sie werden ihr Design weiter testen und analysieren, unter Berücksichtigung von Luftfahrtbestimmungen aus der ganzen Welt.

"Dass wir von einem Technologiepionier wie James Dyson als Vize-Weltmeister ausgewählt wurden, ist eine echte Bestätigung unserer Idee", sagten die Studenten. "Diese Leistung hat uns dazu bewogen, den Air Chair weiterzuentwickeln."

"Durch die Präsentation unseres Konzepts hoffen wir, noch mehr Investitionen für den Start der Prototyping-Phase zu sichern. Wir werden uns unruhig fühlen, bis wir Air Chair auf Flughäfen auf der ganzen Welt sehen."

Der internationale Gewinner des diesjährigen James Dyson Award war die O-Wind Turbine, die von den britischen Studenten Nicolas Orellana und Yaseen Noorani für den Einsatz in dicht besiedelten Städten entworfen wurde.

Die James Dyson Awards stehen aktuellen und jüngeren Design- und Ingenieurstudenten aus der ganzen Welt offen. Ein endgültiger Gewinner wird nach den Vorläufen in 27 Ländern ermittelt. Die Teilnehmer werden gebeten, etwas zu entwerfen, das ein großes oder kleines Problem löst.

Zu den teilnehmenden Ländern an diesem 14. Jahr der Auszeichnung gehörten die USA, China, Indien, Mexiko, Russland und die Philippinen.

Die Auszeichnung ist eine von mehreren Bildungsinitiativen von Dyson, der vor allem für seine gleichnamigen Staubsauger sowie die klingenlosen Ventilatoren und Haartrockner bekannt ist. Der Erfinder und Brexiteer eröffnete 2017 auch seine eigene Universität, das Dyson Institute, und begann mit der Aufnahme von 33 Diplomingenieuren.

Weitere Studios, die sich mit dem Thema Flugreisen für behinderte Passagiere befasst haben, sind Priestmangoode. Das Studio nutzte die Paralympics 2012 in London als Ausgangspunkt, um den Air Access-Stuhl zu entwerfen, auf dem Passagiere mit eingeschränkter Mobilität von der Abflughalle bis zu ihrem Ziel Platz nehmen können.