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Frank Gehrys aluminiumverkleideter Luma Arles-Turm nimmt in Frankreich Gestalt an

Frank Gehrys aluminiumverkleideter Luma Arles-Turm nimmt in Frankreich Gestalt an
Anonim

Frank Gehrys aluminiumverkleideter Luma Arles-Turm nimmt in Frankreich Gestalt an

Ein von dem Architekten Frank Gehry entworfener, mit reflektierenden Aluminiumfliesen verkleideter Turm entsteht in Südfrankreich.

Der kanadisch-amerikanische Architekt Frank Gehry, der 1989 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet wurde, entwarf den Turm für den Luma Arles-Komplex, ein Kunstzentrum, das von der Schweizer Sammlerin Maja Hoffmann gegründet wurde.

Das Öffnungsdatum des Turms wurde auf das Frühjahr 2020 verschoben, aber neue Fotos zeigen die unregelmäßige Form des metallischen Turms, der über der Stadt Arles Gestalt annimmt.

Der Turm ist 56 Meter hoch und besteht aus einem Betonkern mit einem Stahlrahmen. Über einem kreisrunden Glasatrium stapeln sich unregelmäßig Glaskästen und glänzende Aluminiumtafeln.

Gehrys Entwurf für die Fassade soll an die schroffen Felsformationen erinnern, die in der Nähe der Stadt gefunden wurden und die den einst ansässigen Vincent van Gogh 1888 zum Malen inspirierten.

Im Inneren erinnert ein großes rundes Atrium an das römische Amphitheater in Arles, das zum UNESCO-Weltkulturerbe der Stadt gehört.

Der amerikanische Architekturkritiker Frank Miller beschrieb Gehrys Entwurf als "Tornado aus rostfreiem Stahl", obwohl einige Einheimische ihn angeblich als zerknitterte Getränkedose abgetan haben.

Das Luma Arles befindet sich auf dem Gelände eines seit 1986 stillgelegten SNCF-Güterbahnhofs.

Die in New York ansässigen Selldorf Architects haben bereits mehrere Industriegebäude in Galerieräume umgewandelt, während der belgische Landschaftsarchitekt Bas Smets in der Nähe einen öffentlichen Garten, den Parc des Ateliers, anlegt.

Hoffmann hat laut ArtNet über ihre Luma-Stiftung, die unabhängige Künstler unterstützen soll, 150 Millionen Euro (133 Millionen Pfund) für das Projekt bereitgestellt. Die pharmazeutische Erbin des Hoffmann-La-Roche-Vermögens ist in Arles aufgewachsen und setzt die Schirmherrschaft ihrer Familie über die kämpfende postindustrielle Stadt fort.

Gehry hat sich seit seiner Eröffnung im Guggenheim-Museum in Bilbao im Jahr 1997 einen Namen als Architekt für Erneuerungsprojekte gemacht.

Dem hügeligen Bau aus Titan, Glas und Kalkstein wurde so viel Wohlstand zugeschrieben, dass er den Begriff "Bilbao-Effekt" prägte.

Der Architekt hat kürzlich eine Erweiterung für den Campus des Technologiegiganten Facebook in Palo Alto, Kalifornien, fertiggestellt. Seine Renovierung des Philadelphia Museum of Art ist noch im Gange.

Das Arla Lumes bringt Künstler und Designer aus verschiedenen Disziplinen zusammen, um sie zur Innovation anzuregen.

Die niederländischen Designer Eric Klarenbeek und Maartje Dros wurden 2017 eingeladen, ihr AlgaeLab auf dem Campus einzurichten. Dort können sie nun ihre Biokunststoffe entwickeln, die aus Algen in 3D gedruckt werden.