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Pläne für die Fußgängerzone in der Londoner Oxford Street im Jahr 2018 vorgestellt

Pläne für die Fußgängerzone in der Londoner Oxford Street im Jahr 2018 vorgestellt
Anonim
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Pläne für die Fußgängerzone in der Londoner Oxford Street im Jahr 2018 vorgestellt

Der westliche Teil der Haupteinkaufsstraße Londons soll in eine mit Kunst im öffentlichen Raum gefüllte Fußgängerzone verwandelt werden, wurde heute angekündigt.

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Kahn hat Pläne bekannt gegeben, ab Ende 2018 Verkehrsbeschränkungen entlang der Oxford Street einzuführen, damit die überlastete Straße zu einer Fußgängerzone wird.

Visualisierungen zeigen die Fußgängerzone, die sich vom Oxford Circus bis nach Selfridges erstreckt, mit farbenfrohen Formen, die über den Bürgersteig gemalt sind, und Kunst im öffentlichen Raum, die über der Straße hängt.

"Dies ist ein äußerst aufregender Moment für die Hauptstadt", sagte Khan in einer Erklärung.

"Die Oxford Street ist mit jährlich Millionen von Besuchern weltberühmt, und in etwas mehr als einem Jahr könnte der ikonische Teil der Straße westlich des Oxford Circus in eine verkehrsfreie Fußgängerzone umgewandelt werden."

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Die Oxford Street ist eine der belebtesten Einkaufsstraßen in Europa, die täglich von schätzungsweise 500.000 Fußgängern befahren wird.

Derzeit teilen sich Fußgänger den Raum mit zwei Fahrspuren - dh Käufer, Touristen, Anwohner und Arbeiter müssen sich mit Taxiständen, Rikschas, Bussen und Fahrrädern herumschlagen.

In dem neuen Vorschlag würden Busse umgeleitet und die Taxistände erweitert. Außerdem würde die Straße auf die gleiche Höhe wie der Bürgersteig gebracht, was den Zugang für Rollstuhlfahrer erleichtert.

Radfahrer müssten in der Gegend absteigen. Die Vorschläge sehen jedoch eine gesonderte Konsultation zur Einführung neuer Fahrradrouten auf ruhigeren Parallelstraßen beiderseits der Oxford Street vor, die im Sommer 2018 stattfinden soll.

Die Oxford Street könnte dann eine Reihe von öffentlichen Plätzen mit Bäumen und Bänken mit 25 geplanten Fußgängerüberwegen aufnehmen. Der Verkehr würde an bestimmten Stellen immer noch von Norden nach Süden über die Straße laufen. Ein 800 Meter langes Kunstwerk im öffentlichen Raum könnte in Auftrag gegeben werden, um den neuen Raum zu säumen.

Die Diskussion über eine Fußgängerzone in der Oxford Street reicht Jahre zurück - aufgrund häufig verstopfter Bürgersteige, augenschwerer Luftverschmutzung und einer hohen Anzahl von Verkehrsunfällen.

Laut Kahns Büro war zwischen Januar 2012 und September 2015 alle sieben Tage ein Fußgänger in eine Kollision auf der Oxford Street verwickelt. Im Mai 2016 ereignete sich ein tödlicher Unfall mit einem Fußgänger.

In der Vergangenheit war die Straße für kurze Zeit verkehrsberuhigt - in der Regel an Wochenenden vor Weihnachten. Kahns Vorschlag würde auf diesen Versuchen aufbauen und darauf abzielen, die Straße sicherer und attraktiver für Besucher zu machen.

Die Beschränkung des Verkehrs würde auch dazu beitragen, die weit verbreitete Luftverschmutzung auf der Straße zu begrenzen, die häufig auf den globalen Listen der stark verschmutzten Straßen zu finden ist, da zu viel Stickstoffdioxid vorhanden ist.

Der Umzug würde auch dazu beitragen, das Gebiet auf die Eröffnung der Elizabeth Line, der neuen Crossrail-Linie, vorzubereiten, die voraussichtlich Ende 2018 noch mehr Menschen in das Gebiet bringen wird.

Darüber hinaus laufen Projekte zur Erhöhung der Kapazität der Londoner U-Bahn-Stationen Bond Street und Tottenham Court Road. Dies ist Teil dessen, was Transport for London (TfL) als "beispielloses Investitionsniveau in der Londoner Innenstadt" bezeichnet.

TfL führte im April 2017 eine Konsultation zur Zukunft der Oxford Street durch und erhielt über 12.000 Antworten. In Erwartung einer weiteren öffentlichen Konsultation - die am 17. Dezember 2017 endet - wird das Projekt zur Fußgängerzone in drei Schritten durchgeführt.

Der westliche Abschnitt soll bis Ende 2018 fertiggestellt sein, während der östliche Abschnitt zwischen Oxford Circus und Tottenham Court Road bis Dezember 2019 verkehrsfrei ist. Der letzte Teil, Marble Arch, wird nach 2020 an Fußgänger übergeben.

Das Projekt kostet schätzungsweise 60 Millionen Pfund Sterling, die TfL aus staatlichen und privaten Mitteln finanzieren will.

Khan hofft, dass das Projekt populärer ist als das Projekt des früheren Bürgermeisters Boris Johnson - die von Thomas Heatherwick entworfene Garden Bridge.

Die Themse-Überquerung, angefüllt mit Pflanzen, sollte ein touristisches Ziel werden, doch die Fragen nach den steigenden Kosten und den Finanzierungsquellen stiegen. Khan zog kurz nach seinem Amtsantritt den Stecker, was bedeutete, dass 43 Millionen Pfund an öffentlichen Geldern verschwendet wurden.

Johnson war auch an der letzten Umgestaltung der Oxford Street beteiligt - einem 5-Millionen-Pfund-Projekt, bei dem im Oxford Circus ein neues Überfahrtsystem implementiert wurde, das die Menschen dazu ermutigte, sich in alle Richtungen zu bewegen.