Anonim

Die ETH Zürich enthüllt Pläne für ein Roboterhaus in Dübendorf

Forscher der ETH Zürich werden mit Robotern und 3D-Druckern ein dreistöckiges Pionierhaus auf einem lokalen Forschungs- und Innovationscampus entwerfen und bauen.

Acht Professorinnen und Professoren der ETH Zürich errichten gemeinsam mit Geschäftspartnern das DFAB-Haus, das nach Angaben des Teams "das erste Haus der Welt sein wird, das mit überwiegend digitalen Verfahren geplant und gebaut wird".

Image

Ziel des DFAB-Hauses ist es, dem Team die Möglichkeit zu geben, neue Gebäude- und Energietechnologien unter realen Bedingungen zu testen. Dazu gehört das robotergefertigte Mesh-Moulding-Verfahren, das als erstes den Übergang von der Forschung zur nutzbaren Architekturanwendung schafft.

"Im Gegensatz zu Bauprojekten, bei denen nur eine einzige digitale Gebäudetechnologie zum Einsatz kommt, wie beispielsweise 3D-gedruckte Häuser, vereint das DFAB-Haus eine Reihe neuer digitaler Gebäudetechnologien", sagte der Initiator des Projekts, ETH-Professor Matthias Kohler.

"Dadurch können wir die Vorteile jeder einzelnen Methode sowie ihre Synergien nutzen und sie architektonisch ausdrücken."

Das DFAB-Haus ist Teil des Projekts Digital Fabrication des Nationalen Kompetenzzentrums für Forschung (NFS) und wird im NEST errichtet - einem modularen Forschungs- und Innovationsgebäude auf dem Campus Dübendorf, das vom Empa-Institut für Materialwissenschaft und Technologieentwicklung und der Eawag betrieben wird Organisation für Wasserforschung.

Eine Reihe von Testmodulen wird auf Plattformen rund um die Peripherie der Kernstruktur von NEST (Next Evolution in Sustainable Building Technologies) installiert.

Image

Das Team verwendet einen zwei Meter hohen Bauroboter, der auf Raupenfahrwerken montiert ist, um Stahldraht-Maschenprofile herzustellen, die sowohl als Schalung als auch als Bewehrung für Betonwände dienen.

Der In-situ-Verarbeiter ist in der Lage, aus einem dichten Geflecht doppelt gekrümmte Formen herzustellen, die dann mit einer speziellen Betonmischung gefüllt werden, die in der Schalung verbleibt, ohne durch die Zwischenräume auszulaufen.

Wenn der Beton aushärtet, bildet er eine tragende Wand, die mit einer statisch optimierten und funktional integrierten Deckenplatte überzogen wird, die mit einem großformatigen 3D-Sanddrucker hergestellt wird.

Diese Struktur wird in der Mitte des offenen Wohn- und Arbeitsbereichs im Erdgeschoss des DFAB-Hauses installiert und hinter einer Betonfassade eingeschlossen, die in einem automatisierten Roboterschlupfverfahren hergestellt wird.

Zwei weitere Stockwerke über dem Erdgeschoss werden im Robotiklabor der ETH Zürich mit kooperierenden Robotern vorgefertigt, die Holzbauelemente zu individuellen Räumen zusammenfügen.

Das 200 Quadratmeter große DFAB-Haus soll im Sommer 2018 fertiggestellt werden. Dann soll es als Wohn- und Arbeitsraum für Gastforscher und Partner des NEST-Projekts genutzt werden.

Der rasche Fortschritt von der Konzeption bis zur praktischen Erprobung der von den ETH-Teams im Rahmen des NFS Digital Fabrication entwickelten Konstruktionsmethoden zeigt den Wunsch von Forschern und Industrie, die Erforschung neuer digitaler Technologien zu beschleunigen.

Image