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Mischer'Traxler baut in einem Schloss ein Pendel, um langsam eine einzelne Tischplatte zu formen

Ein Pendel, das eine Woche lang hin und her schwang, sorgte für die farbenfrohe Rezession in diesem Tisch, der vom österreichischen Studio Mischer'Traxler entworfen wurde.

Die Designer entwarfen den mehrschichtigen Tisch Isochrone im Rahmen einer Residenz auf Schloss Hollenegg - einem 850 Jahre alten Schloss auf dem österreichischen Land außerhalb der Stadt Graz.

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Der Tisch hat eine Vertiefung in seiner Oberfläche, die durch die ununterbrochene Bewegung eines speziell angefertigten Pendels im Laufe einer Woche entstanden ist.

Während das Pendel schwang, drehte das Gerät auch die Tischplatte von einer Seite zur anderen und verlieh der Mulde ihr ungleichmäßiges Aussehen wie eine Luftaufnahme über ein Wasserloch.

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Die Kuratorin Alice Stori Liechtenstein, die das Schloss Hollenegg für die Designresidenz gründete, hatte das Duo gebeten, ein Werk für das Schloss zu schaffen, das dem Thema "langsam" entsprach.

Dies motivierte Mischer'Traxler, langsame Bewegungen in die weitgehend statische Ausstellung zu bringen und gleichzeitig das Erbe des Schlosses zu nutzen.

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"Als wir durch das Schloss und seine Sammlungen gingen, war es, als würde man in der Zeit graben und mehr über die Vergangenheit eines Ortes erfahren", sagte Studiogründer Thomas Traxler zu Dezeen. "Wir dachten, diese Art des Zeitvertreibs möchten wir konzeptionell in unser Projekt einbauen."

"Und wir haben beschlossen, es in einen Tisch zu leiten, weil es in der Sammlung von Schloss Hollenegg viele kleine Beistelltische gibt, von denen einige sogar schüsselförmig sind."

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Mischer'Traxler, den Traxler 2009 zusammen mit Katharina Mischer gegründet hat, schafft häufig kinetische Installationen wie das Wippen des Lichts Equilumen.

Das Duo fertigte die runde Tischplatte des Isochrone aus einer maßgeschneiderten mitteldichten Faserplatte (MDF), die Sägemehl, Papierzellstoff, Klebstoff und Pigmente kombiniert. Ein Querschnitt des Materials zeigt ein Spektrum von sieben verschiedenen Farben - eine für jede Generation der im Schloss lebenden liechtensteinischen Familie.

Für die Ausstellung auf Schloss Hollenegg im Mai zeigten die Designer das schwingende Pendel neben einer fertigen, kleineren Version der zuvor vorbereiteten Tischplatte.

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