Die Architektur

Manuelle Gautrand teilt das Ausstellungszentrum in 13 orangefarbene Blöcke

Manuelle Gautrand teilt das Ausstellungszentrum in 13 orangefarbene Blöcke
Anonim

Manuelle Gautrand teilt das Ausstellungszentrum in 13 orangefarbene Blöcke

Dreizehn Giebelblöcke bilden dieses orangefarbene Veranstaltungsgebäude in Saint-Louis, einer französischen Stadt am Stadtrand von Basel (+ Slideshow).

Das von Manuelle Gautrand Architecture aus Paris entworfene Forum von Saint-Louis bietet einen Ort für Sport-, Ausstellungs- und Kulturveranstaltungen in der Stadt, die direkt an der französisch-deutsch-schweizerischen Grenze liegt.

Um die Größe des Bauwerks zu reduzieren und die Nachbargebäude nicht in den Schatten zu stellen, wurde das Forum als eine Ansammlung kleinerer Blöcke konzipiert, die alle mit nur einem Material verkleidet waren.

Alle 13 Bände haben Giebeldächer - ein Merkmal, das sowohl die nahe gelegenen Wohngebäude als auch viele der größeren Gewerbeimmobilien teilen. Sie verlaufen jedoch nicht alle in die gleiche Richtung und bilden ein Flickenteppich aus abgewinkelten Flächen.

"Das Projekt wurde so konzipiert, dass es möglichst reibungslos zwischen verschiedenen Maßstäben passt", erklärte das 1991 von Manuelle Gautrand gegründete Studio.

"Es gibt 13 Bände, die in der Mitte der Site miteinander verbunden sind, wie die Teile eines einzelnen Puzzles", fügte er hinzu.

"Das Dach jedes Volumens besteht dann systematisch aus zwei Schrägen, inspiriert von der Gestaltung der Dächer, die Sie in der Umgebung beobachten können. Dabei wird die Ausrichtung der gefalteten Flächen geändert, um das Licht zu unterschiedlichen Zeiten einzufangen."

Perforierte Metallverkleidungen umhüllen die Wände und das Dach jedes Blocks, um ein Gefühl der Homogenität zu erzeugen. Dies verleiht dem Gebäude seine orange Farbe, die wie nicht oxidiertes Kupfer aussehen soll.

In Zusammenarbeit mit dem Farbenhersteller Akzo Nobel entwickelte Manuelle Gautrand Architecture die Farbgebung für diese Fassade, die aus einem maßgeschneiderten pigmentierten Lack mit Kupferpulver besteht.

"Das Ergebnis ist ein glänzender Umschlag, der sich je nach Lichteinfall von einer fast weißen Farbe zu einer fast orangefarbenen, leuchtenden Tönung oder auch zu Rose, Lachs und Hellorange ändern kann", sagte das Designteam.

"Die Raffinesse des Materials und die Umsetzung auf einer so großen Fläche machen das Gebäude zu einem überraschenden Wahrzeichen", fügten sie hinzu.

Im Inneren des Gebäudes befinden sich verschiedene Räume. Die größte davon ist eine 1.870 Quadratmeter große Halle, die für Sportveranstaltungen wie Basketball oder Gymnastik, als Sitz- oder Stehort für Theater- und Musikveranstaltungen oder als Ausstellungshalle genutzt werden kann.

Es gibt auch intimere Veranstaltungsbereiche, die an eine Küche angeschlossen sind, sodass sie für Bankette oder Partys geeignet ist.

Diese beiden Hallen können bei Bedarf gegeneinander geöffnet, aber auch durch versenkbare Schiebetrennwände unterteilt werden. Ziel war es, die Räume möglichst flexibel zu gestalten.

Zu den weiteren Zimmern gehört eine Eingangshalle mit einer 14 m langen Bar und einer passenden Deckenleuchte. Diese sind beide mit perforiertem Metall verkleidet und passen zum Äußeren.

Die Architekten suchten nach "rustikalen und starken" Materialien für den Rest der Innenräume, einschließlich bunter akustischer Wandverkleidungen, Bambusparkett und grau gestrichener Putzarbeiten.

Die Möbel stammen von Vitra, dessen Hauptsitz in Weil am Rhein in der Nähe liegt.

Manuelle Gautrand Architecture hat kürzlich im Rahmen eines stadtweiten Sanierungsprogramms in Paris einen Entwurf für einen mit Pflanzen bedeckten Turm vorgestellt.

Weitere Projekte des Studios sind ein Citroën-Showroom auf den Champs-Élysées in Paris und eine Erweiterung des Lille Métropole Musée.