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Faserzementfliesen bilden für Leeuw House von NU Architectuuratelier eine Gitterfassade

Mit Faserzementfliesen hat das belgische Studio NU Architectuuratelier (+ Slideshow) eine Gitterfläche auf der Fassade und dem Dach dieses Hauses geschaffen.

Das Leeuw House wurde von NU Architectuuratelier für ein junges Paar auf freiem Land in der Stadt Sint-Pieters-Leeuw in der Nähe von Brüssel entworfen. Seine Form ahmt die traditionelleren Backsteingebäude des Gebiets nach, aber seine Verkleidung zeichnet es als modernen Zusatz aus.

"Die Schiefer sind recht billig, und wir haben sie unbeschichtet verwendet, was eine schöne Materialität hat. Sie sind nicht so sauber wie die beschichteten - es gibt eine Variation in der Farbe", sagten die Architekten zu Dezeen.

Das Ehepaar bat um ein energieeffizientes Haus, weshalb NU architectuuratelier es in Zusammenarbeit mit dem in Gent ansässigen Büro Robuust, das das Engineering übernahm, so entwarf, dass es den Passivhaus-Standards entspricht. Es ist mit einer luftdichten Struktur gebaut, die nur wenig zusätzliches Heizen oder Kühlen erfordert.

"Das Haus hat Fußbodenheizung, wurde aber noch nicht genutzt. Das Gebäude benötigt fast keine Energie zum Heizen", so die Architekten.

Die Nordfassade des dreistöckigen Hauses ist relativ leer, während die Süd- und Westfassaden fast vollständig verglast sind, um das Licht und die Wärme der Sonne zu maximieren. Diese Ausrichtung verschiebt auch den Blick in Richtung benachbarter Felder und weg von benachbarten Gebäuden.

Mehrere Ein- und Ausgänge wurden entworfen, um dem Haus eine dynamischere Beziehung zu seinem Standort zu geben. Dazu gehören eine Rampe von der Straße zur Seite des Hauses, Türen zur hinteren Terrasse und Außentreppen vom ersten Stock hinunter zum umliegenden Grundstück.

Grüne Türen und Fensterläden wurden hinzugefügt, um das Äußere zu beleben.

"Wir mochten die Idee, diesem grauen Volumen Farbe hinzuzufügen. Die Farbe wurde zusammen mit dem Kunden ausgewählt", sagten die Architekten.

Das Haus verfügt über eine Garage im Untergeschoss und drei Schlafzimmer im ersten Stock. Ein Esszimmer, eine Küche, ein Wohnzimmer und ein Arbeitszimmer sind auf halben Ebenen zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Stock angeordnet.

Ein Teil des Fußbodens im Wohnzimmer ist in die Küche eingelassen, um eine Kochfläche zu schaffen.

Anstatt einen separaten Verkehrsbereich im Haus zu entwerfen, haben die Architekten mithilfe von Metalltreppen einen Weg durch die verschiedenen offenen Räume geschaffen.

"Das Haus ist wie eine spiralförmige Innenlandschaft mit wechselndem Blick auf die Außenlandschaft gestaltet", erklärten die Architekten. "Diese Spirale besteht aus Räumen mit ihrer eigenen Qualität, aber mit offenen Beziehungen zueinander. Wenn Sie aufsteigen, werden die Räume privater."