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BTV Branch Innsbruck von Rainer Köberl

Ein Schachbrett aus massiven und leeren Teilen verhüllt die sich verjüngenden Glaswände dieser Bank in Innsbruck des österreichischen Architekten Rainer Köberl (Fotografien von Lukas Schaller + Diashow).

Das vierstöckige Gebäude der europäischen Bank BTV hat ein steiles Giebelprofil, das für zwei Stockwerke mehr Höhe schafft, als die örtlichen Planungsbehörden in der Regel zulassen.

Die Faserbetonplatten wirken wie Lamellen, um das Tageslicht in das Gebäude einzudämmen.

Unterhalb des karierten Bildschirms umgibt eine Betonwand das Erdgeschoss mit Fenstern in Form überlappender Kreise.

Die Bank befindet sich im Erdgeschoss und im ersten Stock des Gebäudes, während die beiden oberen Stockwerke von einem Arzt und einer Reederei gemietet werden.

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Hier ist eine Projektbeschreibung des Fotografen:

Schwarze und weiße Quadrate bedecken das Gebäude in einem regelmäßigen Muster. Es schlägt ein Schachbrett vor, hat aber auch etwas von den weißen schneebedeckten Bergen, die Innsbruck umgeben.

Was Rainer Köberl wirklich für diesen Neubau am Stadtrand inspirierte, hat er mir nicht preisgegeben. Eines ist jedoch sicher: Es ist ihm gelungen, ein starkes Statement abzugeben.

Er schuf ein Gebäude, das sich in einem städtischen architektonischen Durcheinander behaupten kann, ohne auf große formale Verzerrungen zurückgreifen zu müssen.

Wir stehen am Mitterweg, einer Straße, die sowohl vom Autoverkehr als auch von Fußgängern stark frequentiert wird. Ein Baumarkt, sogar mehrere große Supermärkte, Schulen, Wohnhäuser und Gewerbebetriebe erstrecken sich entlang der rechten und linken Seite.

Die Vier-Länder-Bank, kurz BTV, wollte hier am Mitterweg ein neues Gebäude für eine Filiale errichten und lud zu einem Wettbewerb ein.

Vorsitzender der Jury war der Wiener Architekt Heinz Tesar, der im historischen Zentrum von Innsbruck die Zentrale des BTV, das sogenannte Stadtforum (Fertigstellung 2006), errichtet hatte.

Im Laufe des Wettbewerbs stellte die Bank fest, dass die Immobilie tatsächlich zu klein für ihre Bedürfnisse war und keinen Preis verlieh. Nachdem es möglich war, ein zusätzliches kleines Grundstück neben dem Grundstück zu erwerben, lud es dieselben Teilnehmer zu einer zweiten Runde ein.

Dies bot dem Innsbrucker Architekten Rainer Köberl eine gute Gelegenheit, seinem Entwurf einen Vorsprung zu verleihen. Er ließ die spitze kappenartige Form bis zu einem Höhepunkt ansteigen, schlug jedoch ein anderes Material für die Fassade vor und konnte den Wettbewerb gewinnen.

Das auffällige Merkmal dieses Bankgebäudes ist das steil ansteigende Dach - Köberl wollte das Gebäude so hoch wie möglich machen, damit es nicht durch das umgebende städtebauliche Durcheinander überschwemmt wird. Tatsächlich sind an diesem Standort nur zwei Stockwerke zulässig.

Lageplan - oben klicken für größeres Bild

Deshalb biegt sich der Baukörper ab dem zweiten Stockwerk stark in Richtung Dachfirst. Das markante Muster der Fassade unterstreicht die Form.

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Grundriss Erdgeschoss - oben klicken für größeres Bild

Wie ein Schachbrett besteht die Außenhaut aus quadratischen, betonfarbenen Paneelen aus Faserbeton, die sich mit schwarzen Luftlöchern gleicher Größe abwechseln. Um die Größe der einzelnen Paneele besser einschätzen zu können, sei Köberl nach Vaduz gefahren. Dort hatte Hans Jörg Göritz eine ähnlich stark ansteigende Dachform realisiert, die in einem Punkt für das Landesforum und das Landesparlament des Fürstentums Liechtenstein endete, allerdings in diesem Fall aus kleinen Ziegeln.

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Erster Grundriss - oben klicken für größeres Bild

Anhand der Ziegelmaße konnte Köberl dann die für ihn richtige Paneelgröße für sein eigenes Gebäude ermitteln und berechnen. Hinter der Außenhaut der Fassade verjüngt sich die rundum verglaste Stahlbetonkonstruktion wie eine Stufenpyramide nach oben. Zwischen der Glashaut und der Außenhaut der Fassade befindet sich ein 60 Zentimeter breiter Stahlpflegebalkon.

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Zweiter Grundriss - oben klicken für größeres Bild

Daran befestigt sind Stahlstreben, die wiederum die Faserbetonplatten halten. Von außen bietet dieses Netzhaus kaum einen Blick ins Innere. Von innen hingegen behindern die dunklen Quadrate kaum die Sicht - noch besser, sie schirmen die hässlichen Nachbargebäude ab und ermöglichen die Fokussierung auf schöne Sehenswürdigkeiten wie die Silhouette der Berge.

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Dritter Grundriss - oben klicken für größeres Bild

Eine Betonmauer, deren allmählicher Aufstieg parallel zur Garageneinfahrt beginnt, wickelt sich in einem gewissen Abstand einmal um das gesamte Gebäude, kommt dann aber doch auf der Ostseite mit ihm in Kontakt.

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Ausschnitt - oben klicken für größeres Bild

Hier sind runde Fenster in die Wand geschnitten; Sie bieten Einblicke in und aus dem öffentlicheren Teil der Bank. Überall sonst schützt die Wand die Büros vor direkter Sicht, lässt aber aufgrund der Entfernung genug Tageslicht in Innenräumen und schafft einen kleinen begrünten Innenhof.