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Bürogebäude von Takeshi Hosaka

Die japanischen Architekten Takeshi Hosaka haben dieses Bürogebäude im Tokioter Vorort Yoyogi fertiggestellt.

Das Yoyogi-Bürogebäude befindet sich in einem niedrigen Bereich mit hoher Dichte und ist mit weißen Glasfaserbetonplatten verkleidet.

Erdbebensichere Strukturen sind in einer Treppe und einem Service-Kern an der Nordseite des Gebäudes verborgen, so dass jede Etage einen offenen Grundriss aufweist, der bei Bedarf von den Mietern aufgeteilt werden kann.

Handgestrahlte Verglasungsstreifen an der Oberseite jedes Stockwerks ermöglichen die Verwendung von Wänden als Stauraum, während acht in voller Höhe zu öffnende Fenster den Blick auf den umliegenden Garten und die Nachbarschaft freigeben.

Eine Wohnung für den Eigentümer des Gebäudes befindet sich in der obersten Etage.

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Die Fotos stammen von Koji Fujii / Nacasa & Partners

Folgendes stammt vom Architekten:

Bürogebäude in Yoyogi

Das Bürogebäude liegt gegenüber der Minami-Shinjuku Station. In diesem Viertel bildet eine dichte Ansammlung von Flachbauten und mittelgroßen Gebäuden ein traditionelles Viertel, in dem Wolkenkratzer in einiger Entfernung stehen. Für mich hat dieser Ort das Bild eines Tals hervorgerufen, das aus Schwärmen von Baumassen besteht.

Ich wollte, dass das Mietbürogebäude, das an dieser Stelle errichtet wird, sich auf natürliche Weise in die Umgebung einfügt. Das Gebäude verfügt auf seinem Gelände über einen quadratischen Garten, der sich auf jeder Seite über 15 m erstreckt.

Was die Grundrissplanung angeht, so realisierte ich eine weitläufige Konstruktion ohne sichtbare erdbebensichere Elemente am Umfang, indem ich am nördlichen Ende bebensichere Strukturen einschließlich einer Treppe, Sanitäranlagen und anderer Rohrleitungen anbrachte. Da ein oder zwei Unternehmen pro Etage geplant waren, habe ich fünf verschiedene Positionen für Trennwände vorbereitet, um Mieter mit unterschiedlichen Größen unterzubringen.

Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass viele Objekte an den Wandseiten kleiner Mietbüros platziert würden, konstruierte ich die Grundstruktur der Fassade so, dass die Wände 180 mm über den Fußböden messen würden, wobei die Hochseitenstruktur aus doppelwandigem Glas besteht.

In Anbetracht der räumlichen Beziehung zu seinem Umfang und den Lüftungswegen bietet das Gebäude außerdem acht vertikale Glasfenster, die sich zwischen dem ersten und dem dritten Stock erstrecken.

Das High-Side-Glas wurde durch Handarbeit ungleichmäßig sandgestrahlt, wodurch eine unregelmäßige Textur mit einer wolkigen / trüben Note erzeugt wurde. Dadurch entsteht eine Perspektive, die die Nachbargebäude etwas weiter entfernt erscheinen lässt als sie tatsächlich auf dem überfüllten Gelände sind. Außerdem wird in den Büros weiches diffuses Licht aus direktem Sonnenlicht umgewandelt. Durch das ungleichmäßige sandgestrahlte Glas sehen das Wetter und die Aussichten etwas anders aus als sonst.

Dies bietet neugierigen Genuss in Innenräumen und verbindet die Innen- und Außenbereiche locker miteinander. Die vertikalen Glasfenster, die sich vom ersten bis zum dritten Stock erstrecken, erstrecken sich vom Boden bis zur Decke und ermöglichen so eine ausreichende natürliche Belüftung und eine klimaanlagenfreie Büroumgebung in der mittleren Periode.

Die weiße Fläche an der Fassade ist eine GRC-Platte. Die Räumlichkeiten und ihre Umgebung, die von einem Tal aus Gebäuden überschattet werden, sind dunkel. Deshalb habe ich versucht, die Umgebung aufzuhellen, indem ich eine weiße Oberfläche hinzufügte. Zusätzlich zu den Bäumen der vorletzten Generation wird der Garten mit so vielen Pflanzen wie möglich bepflanzt, um viel Grün zu bieten. Außerdem wird der Boden im Freien so wenig wie möglich gepflastert, und es werden wieder erdige Oberflächen eingeführt, um ein angenehmes Zusammenleben mit Boden und Pflanzen auch im städtischen Bereich zu erreichen.

Bei kleinen Bürogebäuden in Ballungsräumen ist es gängige Praxis, homogene und funktionale Gebäude zu errichten, bei denen die Effizienz nach dem wirtschaftlichen Prinzip im Vordergrund steht. Ich glaube jedoch, dass es höchste Zeit für uns ist, über den Bau neuer Bürostrukturen als Orte nachzudenken, an denen Menschen mit der Umgebung harmonieren können, basierend auf einer Mischung von Themen wie einer neuen Beziehung zwischen Außen- und Innenräumen, wobei Effizienz und Funktionalität erhalten bleiben.

Durch Versuche, die auf dem Gelände unternommen werden konnten, wie zum Beispiel ein wenig Platz für Plantagen vorzusehen, erdige Böden zu sichern und ungleichmäßigen Sandstrahl auf Glasoberflächen aufzubringen, versuchte ich, ein Bürogebäude mit einem unterschiedlichen Grad an Umgebungsspielraum als Ort zu schaffen wo Menschen bleiben statt einer künstlich kontrollierten homogenen Konstruktion.

Gebäudedetails

Architekt: Takeshi Hosaka

Statiker: Hirofumi Ohno

Fotograf: Koji Fujii / Nacasa & Pertners Inc.

Kunde: Masanori Yoshida

Name: Yoyogi Bürogebäude

Aufnahmeort: Yoyogi, Tokio, Japan

Struktur: Stahl

Grundstück: 398, 88 m2

Gebäudefläche: 209, 13 m2

Flächenverhältnis: 635, 69 m2

Gebäudehöhe: 9991mm

Anzahl der Stockwerke: 3F

Gebäudefunktion: Bürogebäude + Eigentümerhaus

Architektendetails

(Name) Takeshi Hosaka

Takeshi Hosaka Architekten

Planungsdaten

Design: März 2008 - Februar 2009

Planungsbeginn: März / 2008

Baubeginn: April / 2010

Fertigstellung: Dezember / 2010

Siehe auch:

Hoto Fudo von
Takeshi Hosaka Architekten
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