Die Architektur

Therme Wien von 4a Architekten | Dezeen

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Therme Wien von 4a Architekten

Bunte Deckenmosaike markieren Bereiche für unterschiedliche Aktivitäten in dieser Therme in Wien von 4a Architekten aus Stuttgart.

Die Therme Wien befindet sich im Kurpark der Stadt und ist von Außenpools umgeben.

Im Inneren sind der Tauchbereich und der Wasserpark durch blaue und weiße Deckenplatten abgegrenzt, dunkle Herbstfarben über Pool 1, während das Foyer und der zweite Pool in hellen Kontrastfarben gehalten sind.

In den Entspannungsbereichen überwiegen weichere neutrale und braune Farbtöne.

Hier einige Details von 4a Architekten:

Neubau der Therme Wien

Alles dreht sich um den Fluss

Ein Landschaftserlebnis für alle Sinne - das neue Wiener Spa bietet den Besuchern ein abwechslungsreiches Programm von Abenteuer bis Entspannung.

Eingebettet in den Kurpark von Wien Oberlaa lädt Österreichs größter Kurort die Besucher zu einem besonderen Entspannungserlebnis mit einem abwechslungsreichen Angebot an Pools, Ruhezonen, Gastronomie- und Beautyeinrichtungen ein.

Die treibende Kraft hinter dem Designkonzept dieses neuen Kurorts ist die Natur selbst: Das zentrale Motiv ist ein Bach, der sich durch und um Steine ​​schlängelt und manchmal schmaler, manchmal breiter wird. Mit dieser Inspiration ist es 4a Architekten gelungen, eine einzigartige multisensorische Badelandschaft zu gestalten. Ausgangspunkt ist eine von zwei Thermalquellen.

Das Gebäude folgt seinem Verlauf in einer mäandrierenden topografischen Strömung nach Süden und umspült einzelne "Themensteine", die wie große Flusskiesel aus der Dachlandschaft herausragen. Das Spa-Ensemble, das an seiner höchsten Stelle drei Stockwerke erreicht, passt Die Liegewiese bildet einen sanften Übergang zwischen den verschiedenen Außenpools und dem umliegenden Park.

Einzig das im Januar eröffnete Gesundheitszentrum setzt mit fünf Stockwerken und dynamischer Form am Eingang ein markantes Zeichen. Der Besucher betritt die Mündung des Baches, wo sich das Foyer befindet, und folgt dem Weg stromabwärts, vorbei an den verschiedenen "Themensteinen", zur Quelle selbst. Der Weg erweitert und verengt sich und überrascht den Besucher wiederholt mit verschiedenen Szenarien und Perspektiven erweckte seine Neugier, was sich um die nächste Ecke verstecken könnte.

Stellenweise in den Boden eingelassene Lichtbänder beziehen sich sympathisch auf das Motiv des Stromes. Eine Vielzahl von Wasserattraktionen setzen weitere Highlights: Manchmal fließen sie wie ein sanfter Vorhang die Wand hinunter oder sprudeln in kaskadierende Pools. Der Weg zur Quelle führt zunächst am Schönheitsstein vorbei, erweitert sich zum Thermalbereich 1, verjüngt sich zur Schlucht zwischen den Entspannungs- und Erlebnissteinen, öffnet sich wieder zum Thermalbad 2 und endet schließlich in der Saunalandschaft.

Jeder Bereich hat eine ganz eigene Atmosphäre. Farb-, Material- und Lichtkonzepte unterstreichen die räumliche Choreografie. Die Basis für den Hauptbereich bilden weiche Weiß-, Beige- und Grautöne in Form von Keramikfliesen und Betonflächen an Boden und Wänden. Für farbenfrohe Effekte sorgt die Decke, für die 4a Architekten ein eigenes Vier-Jahreszeiten-Farbkonzept entwickelt hat.

Graue Frühlingsfarben betonen den lebendigen Charakter des Foyers und des hellen Thermalbades 2 in Form eines Deckenmosaiks. Im Thermalbad 1 dominieren dagegen sanftere Herbsttöne, die in den Aktivsaal und den Beautybereich übergehen. Die gleichmäßige Holzleiste unter den Galerien beruhigt das Auge und wirkt gleichzeitig als Akustikdecke, die Umgebungsgeräusche dämpft. In den Essbereichen herrschen Sommertöne vor.

Im Entspannungsstein wird keine Vielzahl von Farben verwendet. Sanfte Cappuccino-Töne an den Wänden, ein dunkler Holzboden und eine freundliche Lichtstimmung schaffen eine warme Atmosphäre in den Ruhebereichen der Galerie. Das gleiche erdige Farbschema gibt auch den Ton für die darunter liegenden Entspannungs- und Salzwasserpools an.

Nur im Grottenbecken erzeugen dunkler Putz und ähnliche Keramikfliesen eine höhlenartige Atmosphäre, die durch die gedämpfte und akzentuierte Beleuchtung verstärkt wird. Im gegenüberliegenden Erlebnisstein erwartet den Besucher Wasser in seiner ganzen Klarheit und Vitalität. Das turbulente Innenleben mit Rutschen, einem Wildwasserkanal, einem Erlebnisbad und einem Wasserspielpark spiegelt sich in den frischen Blau- und Weißtönen des Deckenmosaiks wider, inspiriert vom winterlichen Polarmeer.

Die Tauchplattform mit dem dazugehörigen Pool erinnert an eine bizarre Felslandschaft, aus der die Tauchplattformen herausragen. Hier herrscht ein reger Austausch zwischen Innen und Außen. Die Szene wird durch den Saunabereich abgerundet. Auch hier werden Farbigkeit und Materialität an den Bedürfnissen der Nutzer ausgerichtet. Der gemischte Bereich im Erdgeschoss wird von Glasmosaikfliesen in warmen Erdtönen dominiert, die Wände sind mit Eichenholz verkleidet. Der Frauenbereich im Obergeschoss ist in zarten Tönen gehalten: helle Ahornvertäfelung, rosafarbenes Glasmosaik und ein eierschalenfarbener Boden. Die Herrensauna steht in direktem Kontrast zu ihrem dunklen Boden, dem leuchtend roten Glasmosaik und dem dunklen Holz.

Der spielerische Umgang mit Raum und Sensibilität für den Nutzer ist charakteristisch für 4a Architekten. Jede Erlebniswelt der "Therme Wien" erhält die Architektur und Atmosphäre, die am besten zu ihr passt, mit hohen, breiten, meist zweistöckigen Räumen in den belebten Bereichen und niedrigen Räumen in den Ruhebereichen, die ein Gefühl der Sicherheit vermitteln Durch Licht und Farbe wird alles individuell unterstützt und den Besuchern wird das Erlebnis einer abwechslungsreichen Badelandschaft geboten, die sie mit allen Sinnen genießen können - und zu der sie immer wieder zurückkehren.

Details der Immobilie

Ort: Therme Wien GmbH & Co. KG, Kurbadstraße 14, A 1100 Wien

Auftraggeber: VAMED Standortentwicklung & Engineering
Architekt: 4a Architekten GmbH
Matthias Burkart
Alexander von Salmuth
Ernst Ulrich Tillmanns

Andreas Ditschuneit (Gesamtprojektleitung)
Torsten Hannig (Projektleitung Gesundheitszentrum)

Wettkampfteam:
Tanja Otte
Laura Staib
Lâle Gündog

Projektteam:
Holger Buchheim
Annette Broos
Barbara Croonenberg
André Georg
Kathrin Hauth
Stephanie Hönn
Izabella Hüttig
Anja Cathrin Maurer
Sibylle Müller
Natascha Ockert
Tanja Otte
Artur Pauli
Marco Petters
Christoph Schäfer
Martin Schweizer
Laura Staib
Konstanze Stosberg

Landschaft: 4a Architekten GmbH zusammen mit Stötzer-Stötzer
Bauleitung: VAMED Standortentwicklung & Engineering
Bauphysik: Dr. Pfeiler GmbH
Badewassertechnik: Plankenauer GmbH

Tragwerksplaner:
Fischer + Friedrich, Projektleitung Jörg Kazmaier
Toms Ziviltechniker GmbH, Projektleitung, Josef Vock

Untergrund: Garber Dalmatiner und Partner
Innentechnik - Sanitär: Firma Ortner
Innenausbau - Heizung / Lüftung
Siemens Bacon GmbH & Co KG
Elektroplanung: Siemens ELIN
Lichtdesign: Philips Licht, Light Design Austria
Küchendesign: Stria
Brandschutz: Prüfstelle für Brandschutztechnik
Kanalplanung: igbk Ziviltechniker GmbH

Planungszeitraum 06/2006 bis 09/2010
Bauzeit 10/2007 bis 05/2011
Die Baukosten betragen ca. 115 Millionen Euro
Bruttogeschossfläche 64.000 m2
Bruttokubikvolumen 325.000 m3
Wasserflächen 3.800 m2

Siehe auch:

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Les Bains des Docks
von Jean Nouvel
Freibad Eybesfeld von
Pichler & Traupmann
Tamina Therme von
Smolenicky & Partner