Anonim

Lampenmädchen von Marianne Maric

Die französische Fotografin und Stylistin Marianne Maric hat uns diese Fotos von Mädchen geschickt, die als Lampen verkleidet sind.

Maric stellte Anfang des Jahres im Rahmen der Ausstellung Under my Skin in der Galerie Magda Danysz in Paris eine Video-Performance der Lampenmädchen aus.

Update 19/07/08: Yatzer hat darauf hingewiesen, dass er diese Geschichte zuerst lief. Was wir nicht bestreiten.

Der folgende Text stammt von Maric:

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Ich habe 2001 angefangen zu fotografieren und fotografiere ständig meine Freundinnen und Freunde. Meine Arbeit verlagerte sich allmählich von der Aufnahme in anspruchsvollen Außenaufnahmen hin zu einer dreidimensionaleren, skulpturalen Annäherung an den weiblichen Körper.

Zuerst benutzte ich die Fotografie, um die Zeit einzufrieren. Meine Freunde verloren ihre Identität und ihre Gesichter blieben die meiste Zeit verborgen. Sie sahen aus wie verrenkte Puppen, zerbrochenes Spielzeug oder traurige Roboter. Mein Geist ist jetzt ein Heiligtum, in dem diese objektivierten Körper einen Teil ihres Lebens zurückgeben. Ich stelle mir vor, wie sie sich leicht bewegen, in einer süßen, weichen und schüchternen Bewegung. Ich muss die volle Kontrolle haben, um die von mir erstellten Objekte zu beherrschen. Wollte ich diese lebenden Mädchen anfangs einfrieren, versuche ich nun, meine bewegungslosen Wesen wieder zum Leben zu erwecken, sogar bis zu dem Punkt, an dem sie sich möglicherweise von meinen Fesseln befreien könnten.

Ich sehe die Welt als endlose Kulisse, die ich zu verstehen versuche. Ich sehe den menschlichen Körper genauso; William Klein empfand es als eine wunderbare und faszinierende Architektur, die es wert ist, fotografiert zu werden. Früher hatte ich Angst, meinen Bildern Leben einzuhauchen, und ich zerstörte sie mit der Spitze meines Fingers. Heute jedoch, wenn ich eine Frau in ein Ding verwandle, dient es immer dem gleichen Zweck: mir zu erlauben, sie als das Subjekt / Objekt zu formen, das ich von ihr möchte.

Diese "Lampenmädchen" wurden zuerst als Illustration der Frau als etwas gedacht, das von der "Unterhaltungswelt" vermittelt wird, aber allmählich zu einem Bewusstseinszustand aufsteigt. Diese Fotos waren Teil einer umfassenderen Vision: Sobald das Kostüm fertig war, zog das "lebende" Modell es an und fand auf einem weißen Drehsockel in einem dunklen Raum statt. Das Publikum hatte die Wahl, die Lampe einzuschalten oder auszuschalten Kleid, das Mädchen, das Zimmer. Ich wollte diesen Moment "verewigen", wenn eine Frau zu einem einfachen Haushaltsgerät wird. So wurden diese Fotografien geboren.

VIDEO SHOW 12. JANV - 9. FEV 2008
HENDRICK DUSOLLIER, YANN GONZALEZ, MARIANNE MARIC, ELODIE PONG, STEFAN RINGELSCHWANDTNER, CHLOÉ TALLOT, CORINE STUEBI
Kuratorin: Carine Le Malet

In den letzten Jahren hat die Galerie Magda Danysz durch monatliche Videosessions aktiv für Videokunst geworben. Jetzt widmet sich eine komplette Ausstellung ausschließlich dieser Kunst. Kuratiert von Carine Le Malet (aus Le Cube) Unter meiner Haut erkundet man die Beziehung zum Körper, sei es innen oder außen. Schönheit, Verführung, Ängste des Personals, Krankheit sind alle in einem schönen Ballett von Bildern verflochten …

Als logische Fortsetzung des Willens der Galerie, die modernste Form der Kreation zu fördern, widmet sich die Ausstellung Under my skin ganz dem Thema Video. Als Kuratorin der Show untersucht Carine Le Malet die Beziehung, die man zum Körper hat. Sie hinterfragt auch die Vorstellung des idealen Körpers, des phantasierten Körpers. In diesen Videos dreht sich alles um Wahrnehmung. Stefan Ringelschwandtner dreht sich alles um das Innere, während sich Corine Stübi auf das physische Äußere des Körpers konzentriert; aber einer, der kaputt ist. Hendrick Dussolier blickt der Konfrontation ins Gesicht. Verführung und unser gegenseitiger Blick sind auch ein Thema für Yann Gonzalez, Marianne Maric, Élodie Pong und Chloé Tallot.

Galerie Magda Danysz
78, rue Amelot,
Paris 11 - Frankreich

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